Im Schillerjahr 2005 hielt WERKGRUPPE 1 Ausschau nach einer Utopie, die itzt, in unserem Leben, beginnt. Ausgehend von Gedichten, Dramen, Balladen, theoretischen Schriften und Briefen wird in Itzt – Alle Menschen werden Brüder Schillers Ideal der Verbrüderung der Welt an der eigenen Lebensrealität überprüft und ins popkulturelle Licht gerückt.
Friedrich Schiller war der große Idealist der Freiheit und Brüderlichkeit. Einige behaupten, er habe den deutschen Idealismus überhaupt erst erfunden. Alle Menschen werden Brüder, im Zeitalter der Globalisierung? Wir suchen auf der Bühne nach realen Idealen und erzählen von ewiger Freundschaft und den erhabenen Vorsätzen fürs nächste Jahr. Wir kontrastieren Schillers großes Freundschaftsideal mit unseren eigenen Erfahrungen. Wenn die Liebe nicht ist, so Schiller, „gebe ich die Gottheit auf, die Unsterblichkeit und die Tugend“. Was würden wir aufgeben, wenn es keine Freundschaft unter den Menschen gibt? Den eigenen Namen, die Windjacke, den Gute-Nacht-Kuss? – eine Reflexion über den Gegenstand Schiller und sein Werk mit Gitarre, Triangel und Blockflöte
Premiere 31. August 2005, theo des Stadttheaters Hildesheim
Konzept und Idee WERKGRUPPE 1
Regie Miriam Tscholl
Raum; Kostüm; Produktion Judith Kästner
Es spielen Thorsten Bihegue, Franziska Roloff, Dorle Trachternach, Oleg Zhukov
Grafik & Malerei Simon Frisch
Presseauszüge
„Regisseurin Miriam Tscholl
und ihr symphatisches Schauspielerquartett entdecken in ihrer Collage
„Itzt – Allem Meschen werden Brüder“ den
großen Dichter und Denker Friedrich Schiller in seinem 200.
Todesjahr als guten Freund für alle Lebenslagen. Gedichte, Dramen,
Balladen, theoretische Schriften und Briefe werden von der
Klassikermumifizierung befreit, an der eigenen Lebensrealität
überprüft und ins popkulturelle Licht gerückt. ... Die
werkgruppe 1 holt Schiller so vom Klassikersockel, arbeitet konsequent
am Aspekt der Liebe und der Freundschaft in Schillers Werk,
kontrastiert mit eigenen Freundschafts- und Liebeserfahrungen. Aus: „Glücklich, dich hab ich gefunden“.
Hildesheimer Allgemeine Zeitung, 1.9.2005
„Der werkgruppe 1 ist es unseres Erachtens gelungen, Schillers Visionen herüberzubringen. ... Die Leistungen ... waren als Collage und Reflexion über den großen Meister und seine enthusiastische Liebesphilosophie grandios. ... Jedenfalls gratulieren und danken wir allen Künstlern, die diesen hervorragenden Abend gestaltet haben.“
Aus: Im Auftrag von Schiller. Leserbrief, Hildesheimer Allgemeine Zeitung,16.9.2006
Gefördert durch
Lottostiftung
Friedrich Weinhagen Stiftung
Landschaftsverband Hildesheim
Stadt Hildesheim









